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Esther Helena Arens M.A.

Forschung

Postdoc-Projekt: Teilprojekt zu Materialität im DFG-Projekt "Zirkulation in asiatisch-europäischen Wissensräumen: G.E. Rumphius und seine Texte, ca. 1670-1755"

Mit dem Postdoc-Projekt liegt ein Fokus auf der Zirkulation von Dingen und Wissen im 18. Jahrhundert. Ausgangspunkte für die geschichtswissenschaftliche Analyse sind die beiden naturkundlichen Werke des deutsch-niederländisch-molukkischen Autors G.E. Rumpf (Rumphius). Die Amboinsche Rariteitkamer (1705) ist Ausgangspunkt für die Beschreibung eines interkulturellen Netzwerks im Latour’schen Sinn von Informanten und Händlern, Kollegen, Gönnern und Verlegern anhand der ausgetauschten Objekte. Das Amboinsche Kruid-boek (1741 ff.) ist Ausgangspunkt für eine Kartierung der erforschenden Praktiken, die von Samen, Herbarien und Büchern ausgingen. 

Doktorarbeit: Neuordnungen. Westdeutsche und niederländische "Entwicklungshilfe" für Indonesien in den 1960er Jahren.

Die Erforschung der materiellen Kultur von Ding- und Wissenszirkulation zwischen den Molukken und den Niederlanden hängt mit Räumen wie Gärten und Häfen zusammen sowie mit Überlegungen zu einer Wissensgeschichte kolonialer Interaktion. Dies sind verbindende Elemente zur Doktorarbeit über die „Entwicklungswissenschaften“ im Prozess der Dekolonisierung, die sich zwischen Indonesien, den Niederlanden und der Bundesrepublik beispielsweise in agrarwissenschaftliche Projekte umgesetzt haben. In diesem Forschungsgebiet ist die Untersuchung von „Entwicklungshilfe“ mithilfe postkolonialer Kategorien wie dem Dritten Raum nach Bhaba zentral, um nicht in hergebrachten Periodisierungs- und Narrationsmodellen zu verharren und zu einer alternativen Geschichtsschreibung der Nord-Süd-Beziehungen im 20. Jahrhundert zu finden.